Wer Naturseife kauft, begegnet früher oder später dem Begriff Überfettung. Doch was bedeutet das eigentlich und warum ist dieser Wert für viele Seifen so wichtig?
Streng genommen handelt es sich nicht um eine Überfettung, sondern eher um einen Laugenunterschuss. Von einer Überfettung spricht man, und hier wird es jetzt technisch, bei einer Heißverseifung, da man dort bei der Herstellung den kleinen Überschuss an Öl, nach der bereits entstandenen Verseifung, noch hinzufügen kann.
Bei der Herstellung einer Seife im Kaltverfahren dagegen, trifft der Begriff des Laugenunterschusses es eher. Die Menge an NaoH, die man für die vollständige Verseifung benötigen würde, wird gemindert und dann wird ein Teil der Öle nicht verseift und bleibt erhalten.
Viele handgemachte Naturseifen werden genau deshalb geschätzt, weil sie nicht nur reinigen, sondern sich danach auch angenehm pflegend anfühlen. Die Überfettung ist einer der Gründe, warum bestimmte Rezepturen milder oder reichhaltiger wahrgenommen werden. Ab 5 % Überfettung fängt es an, interessant zu werden. Und Sie werden spüren, dass Ihre Haut es Ihnen dankt. Sie fühlt sich danach an wie eingecremt. Die Überfettung ist ein wichtiger Teil der Rezeptur und kein Zufall.
Ist mehr Überfettung automatisch besser?
Nicht unbedingt. Eine gute Seife entsteht immer aus dem Zusammenspiel der gesamten Rezeptur. Nicht ein einzelner Wert entscheidet allein darüber, wie eine Seife empfunden wird. Entscheidend ist, wie Öle, Buttern, Duft und Anwendung zusammenwirken.
Mehr über die Inhaltsstoffe lesen Sie auch in unserem Beitrag Öle und Buttern in Naturseife.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie auch Was ist Naturseife? und stöbern Sie in unserem Naturseifen-Wissen.